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Aerobic Lexikon

Hier entsteht eine Seite, auf der ihr die wichtigsten Ausdrücke aus dem Aerobicbereich findet. Wenn dir noch ein Ausdruck einfällt, dann schreib mir bitte (Mail me!). Wenn ihr irgendwo einen Fehler endeckt – ich hoffe nicht – oder wenn ihr noch Ergänzung zu etwas habt, dann schreibt mir auch.

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AEROBIC
ist eine Form von Fitnesstraining, wobei es sich dabei hauptsächlich um Konditionstraining handelt, meist in Begleitung von Musik. Eine Trainerin oder ein Trainer gibt dabei die Übungen vor und fungiert als Motivator für die Teilnehmer. Die einzelnen Übungen sind eine Mischung aus klassischer Gymnastik und Tanzschritten.

AEROBIC CDs
Alle profesionellen Aerobic- CDs sind in einer „32- Beat- Struktur“ abgemischt.
Alle Lieder haben flüssige Übergange, sodass die Trainer ohne Unterbrechungen die komplette Choregraphie in einem organischen Bewegungsfluß unterrichten können.

AEROBIC DIE GESCHICHTE
Der US-Amerikanische Arzt Dr.med. Kenneth H. Cooper entwickelte in den 60er Jahren erstmals ein aerobes Training zur Stärkung von Herz und Lunge, in dessen Folge Ausdauertraining in Gymnastikprogramme integriert wurde.
Den weltweiten Boom löste 1982 Jane Fonda aus. 1988 wurde zunehmend über die Schädlichkeit von Aerobic diskutiert. Nach einem Einbruch des Aerobic-Booms entstanden Anfang der 1990er Jahre neue Formen von Aerobic mit stärkerem medizinischen und sportwissenschaftlichen Fokus.

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AUFBAU UND GESTALTUNG EINER AEROBIC- STUNDE
Jede Stunde besteht aus drei Hauptteilen:

  • AUFWÄRMPHASE
  • HAUPTTEIL
  • ABKÜHLPHASE

AUFWÄRMPHASE
– Warm Up
– Pre-stretch

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ABKÜHLPHASE
– Cool Down (I)
– Stretching
– Meditation

ALTERNANZ- SCHRITTE
Bei Alternanz-Schritten erfolgt der Führungs-Bein-Wechsel innerhalb des Schrittes.
Wir unterscheiden zwischen einigen Unter- Familien:
– Tap Familie (Toe Tap, Ferse, Launch)
– Cha Cha Familie( Cha Cha Cha, Chasse)
– Hebel Familie (Knie, Kick, Seit- Leg, Hamstring)

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ARM MUSTER
Wir unterscheiden zwischen:
– Assoziativen Arm- Mustern
– Isolierten Arm- Mustern

Assoziative ARM MUSTER
Die Ausführung dieser Arm- Muster erfolgt automatisch mit den Schritten.
Meistens sehr einfache Kombinationen die leicht zu erlernen sind.

Isolierte ARM MUSTER
Der Aufbau der isolierten Arm- Muster wird meistens im March oder Basic- Step ausgeführt.
Meistens anspruchsvolle Kombinationen die nur für fortgeschrittene Teilnehmer geeignet sind.

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BASIC STEP´S
Basic Steps sind die Grundschritte im Aerobic.
Sie werden unterteilt in 3 Hauptfamilien:

Marschier- Schritte
Alternanz- Schritte
Neutrale- Schritte

BPM
Beats per Minute = Anzahl der Schläge in der Minute

BEAT
Auch Count genannt, ist ein Schlag in der Musik
Down- Beat: 1 – 3 – 5 – 7
Up- Beat: 2 – 4 – 6 – 8
Off- Beat: ohne erkennbaren Beat

1 Count = 1 March = 1 Beat
1 Tempo = 2 March oder 1 Akzent

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BLOCK
Der Block ist die Summe von Schritten bzw. Schrittmustern.

BLOCKGRÖSSE
Die Blockgröße wird in 32 Beats gemessen.
Man unterscheidet zwischen:

  • 32 Beats rechts + 32 Beats links = großer symmetrischer Block (64 Beats)
  • 32 Beats in sich symmetrisch (16 Beats rechts + 16 Beats links) = kleiner symmetrischer Block (32 Beats)
  • 32 Beats nur einseitig = a-symmetrischer Block

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CHOREOGRAPHIE
Die Choreographie ist das Finale Produkt bei verschiedenen Arten von Herz- Kreislauf- Ausdauer- Stunden wie z.B.:

Wir unterscheidem zwischen 3 Hauptformen der Choreographie:

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SYMMETRISCHE CHOREOGRAPHIE
Bei diesern Choreographien werden alle Blöcke sowohl rechts als auch links unterrichtet, wiederholt und in die Finale Choreographie eingebaut.
Nachteile:
Bei sehr fortgeschrittenen Choreographien tun sich die Teilnehmer oft sehr schwer beidseitig die Schritte auszuführen.
Vorteile:
Optimales Training der Neuro- Muskulären Koordination.
Beide Körperhälften werden im Herz- Kreislauf- Ausdauer- Bereich gleichmäßig trainiert.

A- SYMMETRISCHE CHOREOGRAPHIE
Bei diesern Choreographien werden alle Blöcke nur einseitig aufgebaut und in die Finale Choreographie eingfügt (meistens nur rechts).
Nachteile:
Kein optimales Training des neuromuskulären Gedächtnisses, sprich Koordination und Ungleichheit in der beidseitigen Muskelbalance. Eine Seite wird muskulär stärker trainiert, während die andere unterentwickelt bleibt.
Vorteile:
Die Ausführung vieler fortgeschrittener Schritt- und Armmuster bereitet vielen Teilnehmern Schwierigkeiten.
Oft können die Teilnehmer mit rechts einer Choreographie folgen, tun sich aber mit links sehr schwer, auf Grund dessen bieten A-symmetrische Kombinationen eine optimale Trainingsvariante.

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MISCH CHOREOGRAPHIEN
Bei diesen Choreographien werden einige Blöcke symmetrisch und einige A- symmetrisch unterrichtet und in die Finale- Choreographie eingefügt.
Vorteile:
Man kann die A- Symetrischen Blöcke für sehr fortgeschrittene Arm- und Beinmuster nützen.
Da diese Blöcke nur einseitig aufgebaut und wiederholt werden, tun sich die Teilnehmer meistens leichter.
Klassisches Beispiel: „Aero- Classic“ von Guillermo Gonzales Vega

Das FINALE
Auch Show- Down genannt, ist der Höhepunkt einer Choreographie- Stunde.
Die eingeübte Choreographie wird zu einer, speziell für diese Stunde zusammengeschnittenen Musik wiederholt und wiederholt und wiederholt und wiederholt…. Achtung Suchtgefahr!!! Die Teilnehmer können meistens nie genug davon bekommen.

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Das FÜHRUNGSBEIN
Das Führungsbein ist das Bein mit dem wir im Takt (zB.) maschieren.
Während der Choreographie ist es möglich öfters, in oder zwischen den Blöcken, das Führungsbein zu wechseln.

  • Bei Symmetrischen Choreographien beginnen wir mit dem rechten Führungsbein für die rechte Block-Seite und mit den linken Bein die linke Block-Seite. Es erfolgt irgendwo im Block ein Wechsel des jeweiligen Führungsbeines. Natürlich sind auch mehr Führungsbeinwechsel während einer Symmetrischen Block- Seite möglich, allerdings muss es eine ungerade Anzahl von Wechseln sein um auf die andere Block-Seite zu kommen (von rechts nach links und wieder zurück)
  • Bei A- Symmetrischen Choreographien kann es innerhalb des Blocks auch zum Wechsel des Führungsbeines kommen, allerdings muss zum Schluss das rechte Bein wieder das Führungsbein sein. Das setzt eine gerade Anzahl von Führungsbeinwechseln voraus.

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Die „GROSSE EINS“
Die „große Eins“ auch „Master Eins“ genannt, ist der Anfang, bzw. der erste Beat vom großen Musikbogen.
Es ist sehr wichtig diese Master Eins herauszuhören, denn sie hilft uns den Unterricht harmonisch zu gestalten.
Auf die große Eins erfolgt meist ein Wechsel von Schritten oder Übungen.
Im Choreographieaufbau verwenden wir die Master Eins um mit dem neuen Schritt- Muster- Aufbau zu beginnen, oder um diesen zu wiederholen.
Alle Blöcke beginnen auf die große Eins.

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HAUPTTEIL
– Konditionsteil (High-Low, Fatburning, Step, Dance, Hip-Hop, Tai Bo,…)
– Kräftigungsteil (Bodywork, BBP, Punp, Senioren-Gymnastik, Wirbelsäulen-Gymnastik,..)
– Dehnungsteil (Streching, Yoga,…)

MASCHIER SCHRITTE
Sind Schritte die aus dem „March“ aufgebaut werden können, wie z.B.:
Jogging, Basic Step, V-Step, Mambo, Pivot Turn, ua.
Bei diesen Schritten kommt es zu keinem Wechsel des Führungsbeines.

MUSIK
Im beruflichen Alltag eines Aerobictrainers ist unter anderem die Musik eine der erfreulichsten Facetten.
Die Musik erzählt oft eine Geschichte, ruft Gefühle hervor und regt die Leute zum Mitsingen an.
Daher sollte die Auswahl der Musik dem Alter der Teilnehmer und der Art der Stunde angepasst sein.
Sie sollte den Teilnehmern und dem Trainer selbst positive Energie vermitteln.
Benütze die Musik um die Stunde zu beleben, um gute Choreographien zu entwerfen und um die Teilnehmer zu motivieren!!!

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MUSIK-GESCHWINDIGKEIT
Die Musikgeschwindigkeit wird in BPM gemessen!

Der kleine MUSIKBOGEN
Besteht aus 16 Beats, also 8 Akzenten, 4 Takten, also 2 Phrasen.

Der grosse MUSIKBOGEN
Beim Aerobictraining arbeiten wir mit einer sogenannten „32- Beat – Struktur“, bzw. im „großen Musikbogen“.
Dieser besteht aus 32 Beats, bzw. 16 Akzenten, bzw. 8 Takten, bzw. 4 Phrasen, also aus 2 kleinen Musikbögen.

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MUSIK – RICHTLINIEN

Warm up 125 – 135 BPM
Aerobe Phase
Low- Impact
130 – 150 BPM
Aerobe Phase
High- Impact
140 – 160 BPM
Step Aerobic 125 – 135 BPM
Kräftigung, Kraftausdauer 100 – 130 BPM
Cool Down (I), Abkühlphase 100 – 120 BPM
Cool Down (II), Stretching max.100, bzw. ohne Beat/ meditative Wirkung

NEUTRALE SCHRITTE
Sind Schritte, bei denen der Führungsbeinwechsel mit beiden Beinen erfolgen kann, sowohl mit rechts als auch mit links.
ZB. nach einem:
– Jumping Jack
– Jump
– Squad
– Big Jack
Es ist nicht empfehlenswert neutrale Schritte zum Führungsbeinwechsel zu nutzen, da die Teilnehmer sowie auch die Trainer oft durcheinander kommen.

ÖAV
Österreichischer Aerobic Verband

PHRASE oder SATZ
Eine Phrase oder Satz besteht aus 8 Beats, also 4 Akzenten, also 2 Takten.

SCHRITT MUSTER
Wir unterscheiden zwischen:
– Grundschrittmuster
– Finaleschrittmuster

Das Grundschrittmuster hilft uns im pädagogischem Prozess das Finaleschrittmuster zu erreichen.
Es besteht nur aus Grundschritten, die mit Progressionen zum Finaleschrittmuster (fortgeschrittene Schritt- Variationen) verändert werden.

TAKT

Im Aerobictraning wird hauptsächlich im 4/4 Takt gearbeitet.
Ein Takt besteht aus 4 Schlägen (Beats)

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